Eric Fish im Interview

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Eric Fish bei Radio Bob
Wir konnten Eric Fish im Rahmen seines Besuchs bei RADIO BOB! in Kassel einige Fragen zum neuen Album von Subway to Sally stellen.

Das neue Album „Mitgift“ von den Folk-Rockern von Subway to Sally ist gerade herausgekommen. Wir haben Frontmann Eric Fish im Studio von RADIO BOB! in Kassel getroffen und konnten ihn zum neuen Album und zu seinen weiteren Plänen befragen. Subway to Sally ist eine 1992 gegründete Band aus Potsdam und Umgebung, erst mit Folk-, später auch mit Metaleinflüssen.

Eric, euer neues Album „Mitgift“, das gerade veröffentlicht wurde, behandelt das Thema „Mördergeschichten“. Wie spiegelt sich das in den einzelnen Songs wider?

Die Grundidee bei „Mitgift“ war, wahre, wirklich geschehene Verbrechen aus allen Jahrhunderten zu behandeln. Das sind bemerkenswerte Geschichten, die ein Bild auf die Menschen werfen und zeigen, wie sie sein können – ob nun im Affekt oder geplant. Jeder Song hat eine bestimmte Geschichte zugrunde liegen, die auch wirklich passiert ist. Es gibt in der Fan-Edition eine Akte Mitgift, in der die einzelnen Fälle detailliert beschrieben sind, damit der Hintergrund zu den einzelnen Songs klar wird.

Hast du bei Mitgift als Komponist mitgewirkt?

In diesem Fall nicht. Ich habe bei den letzten Alben immer etwas beigetragen, in diesem Pruduktionszyklus lief es aber etwas anders. Ingo Hampf und Simon Michael Schmitt haben – natürlich mit unserem Mandat – zu zweit komponiert, produziert und aufgenommen.

Ihr zählt mit sieben Bandmitgliedern zu den größeren Ensembles im Musikgeschäft. Wie schafft ihr es da die bandinterne Harmonie aufrechtzuerhalten und das nun schon über viele Jahre?

Da könntest du auch jedes Ehepaar, was 20 Jahre zusammen ist, fragen. Das geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme, mit Respekt und Verständnis. Das sind die Eigenschaften, die man benötigt.

Nach Album und Tour – wie geht es weiter mit Subway to Sally? Was habt ihr für Pläne?

Pläne haben wir. Man muss ja heutzutage ein bis zwei Jahre im Voraus planen. Aber die Tour ist für uns erstmal an erster Stelle. Ende Dezember wird es wieder die Eisheiligen Nächte geben, auch in diesem Jahr unter anderem in Gießen am 20. Dezember in der Hessenhalle. Was danach kommt, darüber hülle ich mich noch in Schweigen, aber es wird überraschend.

Ihr singt auf den letzten Alben ausschließlich deutsch. Warum wählt ihr nur noch die deutsche Sprache für eure Songs?

Deutsch ist einfach meine Muttersprache. Ich bin der Sänger und muss die Texte transportieren. Ich muss das Gefühl haben, dass jedes Wort, was ich singe, auch durch meinen Kopf geht. Das ist, wenn ich englisch oder Latein singe, einfach nicht der Fall. Ich kann noch so gut englisch sprechen, ich bin aber kein Native Speaker. Es ist ein Unterschied, wenn man etwas auswendig gelernt daher singt oder sagt oder ob man jedes Wort versteht, was man da sagt und demzufolge auch anders betonen kann und mit dem Wort und der Botschaft agieren kann. Das ist mir sehr wichtig und es gibt auch keine Alternative, was nicht heißt, dass ich nicht ab und zu englisch singe. Das mache ich bei meinen Soloprojekten auch. Aber auf einem Subway-Album ist Deutsch die erste Wahl.

Wie geht es mit Eric Fish solo weiter?

Im Oktober gibt es eine Tour. Aber erstmal ist Subway dran.

Welcher ist dein aktueller Subway-Lieblingssong?

Das ist natürlich einer vom neuen Album: „Haus Aus Schmerz“.

Denk mal zurück an die Anfangszeit von Subway to Sally. Hattet ihr Vorbilder?

Ja, aber jeder in der Band hatte komplett andere, weil wir uns aus unterschiedlichen Zielrichtungen zusammengefunden haben. Frau Schmitt war Kirchenmusikerin, ich war Folkmusiker, die anderen waren Rockmusiker. Von „The Police“ bis zu irgendwelchen traditionellen irischen Kombos war einiges dabei. Ingos Vorbilder waren z.B. Deep Purple, wo härteres Gitarrenspiel angesagt war. Demzufolge breit war das Spektrum, aber wir haben sehr schnell den eigenen Weg eingeschlagen.

Was ist das Beste bei Subway to Sally?

Die Gemeinschaft und in der Summe die einzelnen Mitglieder.

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