Rund 2000 Menschen waren zur heutigen Demonstration in die Kasseler Innenstadt gekommen, um ein deutliches Zeichen gegen rechten Terror zu setzen. Nach einer Kundgebung auf dem Opernplatz zog die Menschenmenge durch die Königsstraße in Richtung Halitplatz.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde am 2. Juni getötet. Die Bundesanwaltschaft stuft die Tat als politisches Attentat mit rechtsextremen Hintergrund ein. Lübcke setzte sich 2015 für Flüchtlinge ein und erhielt seitdem Anfeindungen und Morddrohungen. Die Organisatoren der Demonstration fordern die Aufdeckung und Auflösung faschistischer Strukturen sowie den Verbot der Terrorgruppe Combat 18, zu der der Tatverdächtige im Fall Lübcke Verbindungen gepflegt haben soll. „Gegen die Verharmlosung rechten Terrors und für eine Gesellschaft, in der Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Gesinnung – ob nun politisch oder religiös – um ihr Leben fürchten müssen“ sind die Statements, die sich viele der Demonstranten auf die Fahne geschrieben hatten.

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