Randy Hansen im Theaterstübchen – in Hendrix‘ Fußstapfen

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Randy Hansen & Band im Theaterstübchen

Im Rahmen der 12. Blueswoche stand gestern im Theaterstübchen die Musik einer Legende auf dem Konzertplan. 44 Jahre nach dem Tod des viel zu früh verstorbenen Jimi Hendrix lässt ein Ausnahmegitarrist das legendäre Woodstock-Konzert vom frühen Montagmorgen des 18. August 1969 in Kassel Revue passieren.

Randy Hansen, wie Hendrix aus Seattle, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Musik und besonders die Konzerte seines Vorbilds auf die heutigen Bühnen zu übertragen. Dass er dabei nicht nur musikalisch auf ganzer Linie punktet, sondern auch sein Bühnen-Outfit entsprechend anpasst, zeugt von enormer Leidenschaft. Sogar sein Gitarrenspiel hat er bis in das Detail entwickelt: Hendrix hat als Linkshänder eine Rechtshänder-Gitarre gespielt. Hansen versucht sich als Rechtshänder ihm anzunähern, indem er eine Linkshändergitarre spielt. Es bereitet ihm sichtlichen Spaß, auf der Bühne in die Fußstapfen eines der größten Gitarrenmeister zu treten.
Angespannte Erwartung ist vor dem Konzert in die Gesichter der Besucher geschrieben, die zumindest altersmäßig zu einem großen Teil ein Hendrix-Konzert miterlebt haben könnten. Viele Hendrix-Fans waren gekommen.
Randy Hansen und seine Band, bestehend aus Bassvirtuose U.F.O. Walter und Top-Drummer Manfred „Manni“ von Bohr, starten wie auch Hendrix mit „Message to Love“ in den Konzertabend. Mit seinem einzigartigem Gitarrenspiel und den Original-Effektgeräten trifft Hansen den Gitarrensound des Altmeisters. Auch stimmlich überzeugt er auf ganzer Linie, obwohl der 59-Jährige den damals 26-jährigen Hendrix altersmäßig bei weitem übersteigt. Das Ensemble interpretiert in ihrem 18 Titel umfassenden Set Songs wie „Red House“, „Voodoo Child“ und „Hey Joe“. Begeisterung liegt in der Luft und zeigt sich im Publikum. Die Fans drängen vor die Bühne in der fast ausverkauften Konzertlocation.
Die Meinungen der Besucher waren durchweg positiv: Randy Hansen und seiner Band gelang es in dieser zweistündigen Zeitreise, das experimentelle Blues-Feeling von 1969 wiederaufleben zu lassen. Nicht umsonst wird er auch als „Reinkarnation von Hendrix“ gefeiert.

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