Rock-Party im Fiasko – Ace of Spades präsentieren CD

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Seit zwei Jahren sieht man die Jungs um Frontmann Karsten Köhler unter dem einprägsamen Namen „Ace of Spades“ auf den Bühnen der Region. Höchste Zeit für eine eigene CD, das dachte sich wohl das Quartett. Um diese erstmals zu präsentieren, luden die Herren am Samstag zur CD Release Party in das Kasseler Fiasko.

Das Motto „Beer cold – Music loud“ prangt nicht nur breit auf dem Cover des neuen Werks, sondern auch auf der Banduniform, die irgendwie nach der Kleidung amerikanischer Motorradpolizisten anmutet. Passend dazu komplettieren die Künstlernamen Vince, Mitch und Beach das Klischee des American (Band)-Dreams. Zugegeben – Neuzugang Bam Bam, der eigentlich Gerhard Kunze heißt und vielen auch als Rockmachine-Bassist bekannt sein sollte, fällt da noch etwas heraus. Schwarze Sonnenbrillen dürfen als Bühnenequipment natürlich genauso wenig fehlen wie mit Ketten und schwarzen Tüchern ausstaffierte Mikrofonständer.

Die vier Musiker starteten mit ungewohnt leisen Tönen. Ein Akustik-Set mit acht Interpretationen bekannter Songs führte die etwa 100 Besucher langsam an die etwas höhere Lautstärke heran, die im zweiten Set folgen sollte. Karsten Köhler, gewohnt gut gelaunt und spitzzüngig, verzierte das Programm mit seinen beim Publikum willkommenen Kommentaren. Das Bier immer griffbereit im Mikrofonständer wird dann gerne das neue Album etwas ausschweifender angepriesen oder über Sinn und Unsinn der Todesursache „Vitamin-D-Mangel“ bei Klub 27-Mitgliedern wie Jim Morrison spekuliert – frei nach der These von Christian Koch im britischen Lifestyle-Magazin „Stylist“. Ein gutes Intro für den Doors-Klassiker „Light My Fire“. Beim Metallica-Hit „Nothing Else Matters“ hielten sich viele der Besucher nicht mehr zurück und stimmten ein. Begeistert hat hierbei besonders Leadgitarrist Michael Schäfer mit seinem knackigen Solo.

Nach 15-Minütiger Pause und kurzem Intro ging es dann weiter mit purem Rock. Interpretationen von „Walking by myself“, „You really got me“ und „Mary had a little lamb“ waren das, worauf die Besucher im immer wärmer werdenden Fiasko gewartet hatten: Schnelle Drums, harte Gitarrenriffs, druckvolle Bassfolgen und Karsten Köhlers sonore Stimmeinsätze. Band-Namensgeber „Ace of Spades“ wurde sogar zweimal gespielt, einmal akustisch, einmal mit originaler Motörhead-Ausrichtung.

Drei Titel des Sets stammten aus eigener Feder, die alle mit einem Bier in der Hand geschrieben wurden, wie Schlagzeuger Karsten Engel lachend verriet. Dafür begeisterten die Kracher „Danger Zone“ und „Drink your beer“ das Publikum umso mehr. Der dritte im Bunde, „Pourin‘ Rain“ ist mehr dem Softrock zuzuordnen. Letzterer hat mich besonders überzeugt, unterstreicht er doch Köhlers stimmliche Qualitäten.

Nach insgesamt 28 Titeln wurde noch eine vielgewünschte Zugabe gespielt, bevor die Band unter Applaus die Bühne verlassen durfte. „Geil war’s“, waren sich viele Besucher einig.

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